Dies ist noch eine Testseite !

... angefangen hat es Anfang der 80-er Jahre! Als ich von deutschen Auswanderern in Polen und Wolhynien hörte! Aus Neugier habe ich mich mit der Forschung zu deren Familiengeschichten beschäftigt.
Auf diesen Seiten zeige ich immer  wieder 'mal einige Ergebnisse aus langen Jahren Forschung.

                                                   

Ein langer Weg - Bis zum Dnjepr und wieder zurück

Die Karte zeigt eines von vielen Beispielen (2) einer typischen Wanderungsbewegung preussischer, auch deutscher, Kolonisten auf dem Weg nach Wolhynien.  Und doch weichen die einzelnen Stationen von den Bewegungen und Zielen vieler anderer Kolonistengruppen ab.
Einzelne Stationen waren:

1. ~1850 Thüringen - Lodz - Wartheland - Niederschlesien
2. ~1843 Raum Netzebruch und Schneidemühl - Stawiszyn - Bromberg - Radom - Brest-Litowsk -
       Lawrow/Luzk - Priborsk/Teterew - Okorsk/Luzk - Wartheland

Gruppe 1 waren seit Generationen Handwerker aus Thüringen (damals Sachsen). Aus wirtschaftlicher Not zogen ganze
Familien dorthin, wo  Arbeit und mehr Freiheit geboten wurde. In Lodz fanden sie zunächst Beschäftigung als Tuchmacher und Handwerker.
Im ersten Weltkrieg mussten sie vor den herannahenden russischen Soldaten flüchten und zogen sich nördlich ins preussische Wartheland zurück.

Gruppe 2 waren seit jeher Bauern, Forstleute und Holz-Handwerker (Zimmermänner, Balkenhauer, Brettschneider, Stabschläger), allerdings ohne ausreichend Land zur Versorgung der Familien und ohne Aussicht auf ein dauerhaft gesichertes und unabhängiges Leben.
In und nach der Zeit der polnischen Teilungen Ende des 18. Jhdt. und den damit verbundenen preussischen Gebietserweiterungen fanden sie Arbeit und oft eine neue Heimat in den neu entstehenden Dörfern entlang der Netze oder in Südpreußen. Von ausschlaggebender Bedeutung für die Familiengeschichte war sicher auch die Ableistung des Militärdienstes durch die männlichen Vorfahren der Familie in der damaligen Zeit. Die Wanderungs-Bewegungen waren ganz klar mitgeprägt von den Sationierungsorten ihrer Einheiten !

Ab etwa 1840 lockten erneut Werber aus dem damaligen Russland (einschl. Großteil Polens) mit besseren Verdienstmöglichkeiten, Landvergabe, teilweiser Steuerbefreiung und weitgehender Befreiung vom Militärdienst. So begann damals eine weitere Auswanderungswelle.
Nach jeweils vergleichsweise kurzen Aufenthalten im Raum Stawiszyn (Zuckerfabriken),  Radom (z.B. Beschaffung von Bauholz für die Stadt, Brennholz für Fabriken) und Brest-Litowsk (Urbarmachung von Siedlungsgebieten / Holzeinschlag) erreichte die Kolonisten-Gruppe Luzk in Wolhynien.
    Auf dem Weg dorthin trafen sie immer wieder mit anderen Gruppen oder Familien zusammen. Manchmal entstanden daraus später familiäre Verbindungen, insbesondere dann, wenn die Kolonisten etwa aus dem gleichen Herkunftsgebiet stammten.
Ein erster Aufenthalt der Kolonisten in Wolhynien war beispielsweise um 1865 Gut Lawrow, südlich von Luzk, damals im Besitz der polnischen Grafen Lubomirski. Sicher eine erste Gelegenheit zur Orientierung im neuen Land.
   Ein Teil der Gruppe 2 wanderte auf Empfehlung und wegen angeblich annehmbarer Arbeits-Bedingungen weiter in die Zuckerindustrie-Gebiete um Priborsk am Unterlauf der Teterew nahe dem Fluss Dnjepr, damaliges Gouv. Kiew. Dort wurden für die vielen Siedereien von Rübenzucker Unmengen Holz aus den umliegenden Wäldern gebraucht - viel Arbeit für die "Stabschläger" aus der Gruppe.
Schon als die Kolonisten dort eintrafen, war die von Menschenkraft abhängige Industrie bereits im Niedergang. Durch den schon um 1860 stattfindenden Einsatz von Dampfmaschinen bei der Zucker-Produktion [Quelleneingabe] wurden immer  weniger  Handarbeiter gebraucht. Nach wenigen Jahren kehrten etliche Kolonisten aus der Gruppe zurück in den Bereich Luzk und siedelten sich um 1873 dort an.
In den Folgejahren wurden die Lebensbedingungen für die Kolonisten in Wolhynien stetig schlechter. Während des 1. WK zogen sich viele Siedler zurück nach Preußen oder Ostpreußen. Viele, die sich nicht oder nicht rechtzeitig zurückzogen, erlitten schlimme Schicksale (Stichwort: russ. Revolution; Verbannung).
Eine Vielzahl von Kolonisten aus Wolhynien wanderten für die Dauer des Krieges ins preussische Wartheland zurück und trafen dort auf andere Siedler und Kolonisten aus ganz Polen und Russland.
Und immer wieder ergaben sich daraus neue Familienverbindungen !
(Anmerk: Dies sind nur zwei von vielen tausend anderen Familiengeschichten. Einige hundert davon sind mir bei meiner Forschung begegnet!)

Zufall oder Glück ?

Es ist nicht leicht die Wanderungsbewegungen der Vorfahren im fremden Land nach eineinhalb Jahrhunderten nachzuvollziehen.
Bei der Suche nach dem Verbleib der Siedler zwischen dem einen bekannten Familienereignis z. B. im Raum Radom und dem nächsten nachweislichen Aufenthalt in Wolhynien kann manchmal der Zufall weiterhelfen:

Beim Blättern in den ersten Seiten eines neu zugänglichen Kirchenbuches im östlichen Polen gab es die üblichen Namen-Vorkommen von Siedlern aus Polen, aber keinen Hinweis auf die eigenen gesuchten Personen.
Warum auch ? Diese Region war bei den relevanten Familien nie erwähnt worden !
Aber immerhin war hier eine weitere Quelle vorhanden, die unseren Mitforschern sicher weiterhelfen wird. Also: weiterblättern und die ersten Daten gleich in einer Tabelle erfassen ...
Zum Ende der ersten Sondierung der Bücher kam die Ungeduld: es wäre doch interessant zu erfahren, welche Einträge in späteren Jahrgängen noch vorhanden sind.
Wahllos wird die Seite 119 aufgerufen und...
...da sind sie:
meine lange gesuchten Bezugspersonen, auch auf den Seiten davor und danach. Endlich kann eine Forschungslücke von 15 Jahren geschlossen werden.
Die grösste Überraschung folgt bei der Überprüfung der vorhandenen Einträge. Da werden zur Herkunft der Personen plötzlich ganz konkrete und unverwechselbare Orte im Netzebruch genannt.
Zusammen mit den lange bekannten Daten ergeben sich dadurch ganz neue und präzise Forschungsansätze. Gleich der erste Abgleich mit den neuen Suchbegriffen und -kombinationen im Netzebruch ergibt weitere Informationen.
Und dann, einige Tage später, eine erste Ahnung, eine Vermutung nur, die aus dem Fund eines Begriffes in einer der vielen wenig bekannten Quellen stammt, die wir uns im Laufe der Jahre erarbeiten:
                                                                                                                                
                                                                                                                                 Garde-Jäger


Die Erwähnung dieser Berufsbezeichnung in einem Kirchenbucheintrag zu meinen Such-Personen bestätigt lange zuvor bekannte, aber leider wenig beachtete Informationen. Schon die ersten mündlichen Überlieferungen der Nachfahren des Stamm-Vaters sprachen von "Förster" und "Anstellung im staatlichen Forst", vom "Leben im tiefen Walde, weit entfernt vom nächsten Ort".
Darüber hinaus ergeben sich jetzt erste Hinweise darauf, wie diese Vorfahren-Linie in den Netzebruch gelangte. Zu den jüngeren bekannten Generationen gab es bereits einzelne Hinweise auf "Militärbuch", "Musterung", Heimatsberechtigung" und im  weitesten Sinne "preussische Staatsangehörigkeit".
[Stichwort: 2. Armeekorps, ...;  Standorte Bromberg/Hohensalza]
Vor allem die Hintergrund-Forschungen zu den Gründen für eine "Heimatsberechtigung" ergaben als eine Möglichkeit:
die Anerkennung für geleisteten Militär-Dienst.

Aus der Geschichte der "Garde-Jäger"scheint sich ein Schlüssel zu weiteren Forschungen zu ergeben.
Stichworte:
- "rekrutiert aus dem einheimischen Forstpersonal und deren Söhnen. "
- "1808 wurden die verbliebenen Kompanien im Garde-Jäger-Bataillon zusammengefasst. Sie bewährten sich
  anschließend in den Befreiungskriegen."
- "Bewährte Jäger wurden nach Ableistung ihrer Dienstzeit in den Staats-Forstdienst übernommen."
- Standorte (zur maßgeblichen Zeit):   1794 Mittenwalde/Seelow, Zossen, Müncheberg, Beelitz;

Quellen: v. Rentzell; R.Weise; Geschichte der Garde-Jäger ...; div. Kommentare

Sollte sich damit also der "Sprung über die Oder" belegen lassen ?

Warum dann aber später die Auswanderung nach Polen und Russland, wenn doch eine Aussicht auf Anstellung im Staatsdienst bestand?
Die Antwort ist vergleichsweise einfach: Die Übernahme in den staatlichen Forstdienst war lediglich ein "Lippen-Bekenntnis", bestenfalls eine Absichtserklärung!
Nur vergleichsweise Wenige konnten tatsächlich übernommen werden, weil es nicht annähernd genug Stellen gab.
Es ist anzunehmen, daß die überwiegende Mehrheit nach Ableistung des Militärdienstes mit anderen "Privilegien" entlassen wurde, z. B. eben der Heimatsberechtigung. Damit lässt sich jedoch eine stetig vergrößernde Familie nicht ernähren.
[ Einschub: siehe Besitzverhältnisse und -änderungen von Klein-Wiese (Chlewiska) um 1800 - Staatsarchiv Bromberg; zunächst im Besitz der kath. Kirche, dann Übereignung durch Napoleon an zwei seiner Generäle für Verdienste im Eroberungs-Feldzug; nach 1813 Ankauf durch einen bürgerlichen preuss. Groß-Grundbesitzer; nachfolgend Besitz-Streitigkeiten ]



Thema Neumark

Die Geschichte der Pfarrei Eschbruch
Die erste Erwähnung von Rąpin finden wir in geschichtlichen Quellen die davon sprechen, dass dieser Ort 1747 gegründet wurde.
Er bekam damals den Namen Eschbruch.
In diesen Zeitraum fallen auch Bodenverbesserungsarbeiten und Trockenlegung der Gebiete am Fluß Notec, der Netze.
Der Ort liegt in Ost-West Richtung an der Straße von Drezdenko (Driesen) nach Miedzychód (Birnbaum).
Es ist schwierig heute festzustellen welche Häuser als erste gebaut wurden. Wir müssen annehmen, dass sie sich an der Landstraße nach Drezdenko befanden. Die nächsten Häuser entstanden östlich und westlich der Straße.
Dieses könnte durch den Standort der Schule, der Kirche und des Friedhofes bewiesen werden.

Zur evangelischen Pfarrei in Eschbruch gehörten die Orte: Eschbruch (Rąpin), Marienthal (Marzenin), Modderwiese (Grotów) und Lubiath (Lubiatów).











Z 10










Z 20

Impressum:

Kontakt: ingrimm(at)online.de